Hohenleuben ist weithin aus der jüngeren Zeit als Justizvollzugsanstalt (JVA) bekannt. Doch dieses kleine Städtchen verfügt über eine viel längere Geschichte. Im Museum unweit der Burgruine Reichenfels lässt sich diese Zeit in Form von Ausstellungsobjekten entdecken. Gepflegt und wissenschaftlich betreut wird die Sammlung heute durch den Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben e.V.  Das interessierte Vereinsmitglied führte Antje Dunse, die Museumsleiterin, durch die Räume auf insgesamt drei Etagen. Sie berichtete vom Bau der Burg, dem Besitzer und wie sie später verfiel und abgebrochen werden musste. Heute erinnern nur noch Ruinen an das herrschaftliche Leben in dem Burgareal. Ob die Sage vom eingemauerten Säugling tatsächlich passiert ist, kann nicht belegt werden. Eine sonderbare Öffnung in der Mauer und ein Pentagramm sollen heute noch einen Bezug dazu darstellen, oder nicht? Zumindest erlebten die Interessierten einen wissenschaftlich fundierten Vortrag und konnten historische Exponate wie mehrere Heiligenfiguren, Originalschriften und das „Ei des Kolumbus“ im Augenschein nehmen. Als Abschluss wurden bei Speis und Trank im Gasthof „Zur Rotbuche“ in Hohenölsen die Strohhüte für die 20-Jahrfeier der Buga 2017 schon mal getestet und für gut befunden. (Text und Fotos: Wolfgang Hesse)