Seit Langen zählt der Garten am Martinsgrund zu den touristischen Attraktionen in Gera. Bekannt durch üppige Bepflanzung mit Dahlien aus den Gärtnereien der Region und das alljährliche Dahlienfest, zieht der Garten im Spätsommer und im Herbst die Besucher aus nah und fern in den Dahliengarte. Der Zentrale Punkt ist ein Springbrunnen von Thilo Schoder, der den Preis für seine Ausführung „Dahlie“ erhielt und der jetzt immer noch das Ambiente eindrucksvoll ziert.
Unsere Gästeführer Steffi Reinhardt und Karin Schumann gaben den Mitgliedern und Freunden des Vereins eine umfassende Einführung in die Geschichte des Gartens. Interessant ist, dass die Geburtsjahre des Dahliengartens 1927 und 1928 waren. Im kommenden bzw. übernächsten Jahr würde damit der Garten sein 100-jähriges Bestehen feiern. Mal sehen, inwieweit die Stadt diesen Termin auf dem Schirm hat. Die Beete mit Dahlien wurden in diesem Jahr etwas zurückgebaut, um Platz für naturbelassene Blühwiesen zu schaffen. Diese begeisterten in den Sommermonaten mit einer Vielfalt an Blüten und Pflanzen. Ebenfalls berichteten die Gästeführer über die Zeit des Gartens während der Bundesgartenschau 2007, denn dieser war ein Begleitobjekt der Buga. Resultate sind ein Empfangshaus als Regenschutz, Gerätehaus und Treffpunkt am Eingang. Zwei Bronzeplastiken „Spaziergänger“ vom Künstler Hans Peter Goettsche und „Drei Grazien“ vom Künstler Volkmar Kühn wurden in dem Garten aufgestellt. Vor dem Garten entstand eine „Hochzeitsallee“, auf der frisch verheiratete Paare einen der 16 gepflanzten Kornellkirschbäume sponsern konnten.

Bei herrlichem Sonnenschein wandelten die Mitglieder des Vereins zwischen den Dahlienbeeten entlang. Wahrscheinlich durch den trockenen Sommer bedingt, zeigen viele Blumen nicht ihre wahre Pracht. Sie sind recht niedrig geblieben und haben nur kleine Blüten angesetzt. Vielleicht bis zum Dahlienfest am 12. September 2026 von 11 bis 18 Uhr, verhelfen der Regen und die Spätsommersonne den Dahlien noch zu einer größeren Pracht.

Text und Fotos: Wolfgang Hesse