Sie sind hier:

Der Buga-Förderverein möchte die Brunnenanlage zusammen mit der Stadt instand setzen.

Seit dem Herbst 2019 sprudelt der Färberbrunnen auf dem Kornmarkt. In Zusammenarbeit mit der Geraer Stadtverwaltung konnte der Buga-Förderverein den Brunnen aus einem längeren Vergessenheitsschlaf wieder zum Leben erwecken. Im Rahmen der Aktion "Platz machen" war dies nur ein Teil im Gesamtprojekt "Kornmarkt", das noch weitere Maßnahmen vorsieht, die der Buga-Förderverein mit der Stadtverwaltung, der Anrainern und den Wohnungseigentümern angehen wird.
Matthias Mittenzwey, Leiter des Amtes Stadtgrün, lobte die Leistung des Vereins bei der Verschönerung unserer Heimatstadt. Er begrüßt die Initiative, nach dem Färberbrunnen in diesem Jahr die Wasserspiele vor dem Geraer Theater in den Fokus der Vereinsarbeit zu rücken.

Der Buga-Förderverein möchte die Brunnenanlage vor dem Theater zusammen mit der Stadt wieder zum Sprudeln bringen.

Die Hausgemeinschaft T1 aus der Theaterstraße unterstützt das Projekt Brunnen vor dem Theater mit 1000 Euro.

Der Buga-Förderverein möchte die Brunnenanlage zusammen mit der Stadt wieder instandsetzen.
(aus Neues Gera vom 26.2.2020 - von Wolfgang Hesse)

Seit dem Herbst 2019 sprudelt der Färberbrunnen auf dem Kornmarkt. In Zusammenarbeit mit der Geraer Stadtverwaltung konnte der Buga-Förderverein den Brunnen aus einem längeren Vergessenheitsschlaf wieder zum Leben erwecken. Im Rahmen der Aktion "Platz machen" war dies nur ein Teil im Gesamtprojekt "Kornmarkt", das noch weitere Maßnahmen vorsieht, die der Buga-Förderverein mit der Stadtverwaltung, der Anrainern und den Wohnungseigentümern angehen wird.
Matthias Mittenzwey, Leiter des Amtes Stadtgrün, lobte die Leistung des Vereins bei der Verschönerung unserer Heimatstadt. Er begrüßt die Initiative, nach dem Färberbrunnen in diesem Jahr die Wasserspiele vor dem Geraer Theater in den Fokus der Vereinsarbeit zu rücken. Im Verlauf der Vorbereitung auf die Bundesgartenschau Gera/Ronneburg 2007 errichtet, sieht Tobias Friedrich, erster Vorsitzender des Buga-Fördervereins, auch hier einen Ansatz für die Ziele des Vereins. "Das Theater und der Platz davor gehört zu den touristischen Anziehungspunkten in der Stadt. Da sind wir gern bereit, uns hier im Rahmen unseres Projektes 'Platz machen' einzubringen. Die Stadtverwaltung, insbesondere das Amt Stadtgrün, hat uns bereits Unterstützung signalisiert", erklärt Friedrich. "Ganz besonders haben wir uns über eine Geldspende für dieses Vorhaben aus der Theaterstraße 1 gefreut." Die Wohngemeinschaft aus zwei Firmen und Mietern konnte dem Buga-Förderverein die Summe von 1.000 Euro für das geplante Projekt übergeben. Das Geld stammt aus einer Sammelaktion am Samstag vor dem vierten Advent 2019. Freude und Kunden beider Unternehmen sowie die Mieter in der Theaterstraße 1 treffen sich seit 2012 traditionell zum Weihnachtsmarkt T1. Insgesamt 1200 Euro sind diesmal zusammengekommen, davon gehen, neben der Spende an den Buga-Förderverein, 200 Euro an Jumpers in Gera-Lusan. "Eigentlich war das Geld für die Bewerbung Geras als Kulturhauptstadt gedacht. Da das nun leider nichts wird, wollen wir dennoch die Kultur der Stadt unterstützen", sagt Anneli Otto. Die Wasserspiele vor dem Theater gehörten dazu und seien in unmittelbarer Nachbarschaft des Wohn- und Geschäftshauses.
Die Wasserspiele bestehen aus zweimal vier Fontänen, die rechts und links vom Theatereingang angeordnet sind. Mehrfach wurde seit 2007 versucht, die Wasserkaskaden im Betrieb zu halten. Der letzte Anlauf geht zurück bis in das Jahr 2016. Damals organisierte der Verein "Ja für Gera" unter Leitung von Volker Tauchert einer Spende von der Sparkassenstiftung Hessen-Thüringen in Höhe von 1.400 Euro. Im Zuge dieser Instandsetzungsarbeiten wurden die Abdeckbleche erneuert und die Elektrik repariert. Doch wenig später musste der Betrieb erneut eingestellt werden. Die Betriebkosten und die Anfälligkeit der Elektrik waren und sind die Hauptprobleme. Die Brunnenstube befindet sich unter dem Theaterplatz. Dort herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. An der Decke befinden sich ständig Wassertropfen. Die offenen Auffangbehälter des Wasserkreislaufes sind viel zu klein bemessen und führten zu starken Verlusten im Wasserkreislauf und damit zu hohen Trinkwasserkosten.
Während einer gemeinsamen Beratung zwischen Buga-Förderverein und Stadtverwaltung wurden erste Ideen zusammengetragen. Zum einen soll der Schaltkasten für die Elektrik aus der Brunnenstube genommen und außerhalb installiert werden. Um den Wasserverbrauch zu minimieren wird ein großes Auffangbecken in der Brunnenstube vorgeschlagen. Des Weiteren ist die sensible Elektrik zu überarbeiten, die Sensoren zu minimieren und somit einen stabilen Betrieb zu gewährleisten. Die Pumpenanlage soll laut Stadtverwaltung noch funktionieren, eine Funktionsprüfung sei jedoch unumgänglich. Die vorläufige Kostenschätzung belaufe sich zwischen 6.000 bis 8.000 Euro. Laut ersten Überlegungen ist jedoch mit einem höheren Aufwand zu rechnen. Als Projektverantwortliche wurden vom Vorstand des Buga-Fördervereins die Beiratsmitglieder Ralf Rauch und Karl-Heinz Heckmann benannt. Zunächst müssen Unterlagen von der Projektierung und der Baudurchführung zusammengetragen werden. Daraus folgen dann Analysen und Kostenvoranschläge für die notwendigen Reparaturen. "Mit den Wasserspielen vor dem Theater wird nicht nur eine Attraktion wiederbelebt, sondern auch etwas für das Klima in der Stadt getan", so Thomas Krauße, Klimamanager im Baudezernat der Stadt Gera. Wie die Anwohner aus der Theaterstraße 1, so wünsche man sich von Seiten des ehrenamtlichen Buga-Förderverein eine hohe Spendenbereitschaft von Firmen und Bürgern der Stadt. Nur gemeinsam lasse sich das Projekt realisieren, so Tobias Friedrich. Dieser Anziehungspunkt solle in den Sommermonaten den Platz vor dem Theater attraktiver machen und die Rolle des Theaters und der Orangerie in Gera weiter beleben.