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Floristin Julia Heyer und Vereinschef Tobias Friedrich auf der Heinrichsbrücke. (Foto: W. Hesse)

Es grünt und blüht auf Geras Brücken und in der Innenstadt

In diesem Jahr ist alles anders. Beinahe wären die Initiativen des Buga-Fördervereins gescheitert. Letztendlich ist es der Beharrlichkeit und der Unterstützung mehrerer Partner zu verdanken, einige blühende farbige Akzente in der Stadt zu setzen.

"Die Stadtbegrünung ist ein Gemeinschaftsprojekt, mit dem Amt für Stadtgrün der Stadtverwaltung, mehreren Gärtnereien, der Otegau und dem Buga-Förderverein", so Tobias Friedrich, der erste Vorsitzende des Vereins. Trotz vieler zusätzlicher Aufgaben der Stadtverwaltung habe das Amt für Stadtgrün durch logistische Maßnahmen das Projekt unterstützen können. Menschen, wie den Schwestern Hamidouche und Andreas Dunkel haben mit angefasst und mitgeholfen. Friedrich bedankte sich bei der Gärtnerei Jahn aus Vollmersheim. Die Mitarbeiter haben alle Blumenampeln auf der Sorge, insgesamt 40 Halbschalen, bepflanzt und die Firma Kramer hat diese angebracht. Den Großteil der Pflanzen dazu hat die Gärtnerei gesponsert. Auch für die Unterstützung durch die Gärtnerei Tino und Carina Heyer aus Windischenbernsdorf bedankt sich Tobias Friedrich. Alle Blumen und Gewächse für 10 Holzkübel auf den Brücken, sowie drei Blumenschalen auf dem Zschochernplatz wurden gesponsert und bepflanzt. Begonien, Petunien und verschiedene andere Pflanzen, die relativ widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sind, schmücken jetzt die Heinrichsbrücke, die Untermhäuser Brücke und die Cuba Brücke. Für Juniorchefin Julia Heyer ist diese Unterstützung selbstverständlich. "Ich bin in Gera aufgewachsen und lebe gern in Gera. Daher finde ich es toll, wenn Gera etwas bunter wird und wir diese Farbtupfer unterstützen können", erklärt die gelernte Floristin, die die Gärtnerei einmal übernehmen möchte.
Die Pflanzungen wurden auch in diesem Jahr durch die OTEGAU (Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum GmbH Ostthüringen) unterstützt. Sascha Neudert, Bereichsleiter "Stadt und Umwelt", berichtete, dass alle 14 Holzkübel repariert und frisch gestrichen wurden. Auch Unterstützung bei der Bepflanzung wurde geleistet. Seit fünf Jahren kümmert sich die OTEGAU im Rahmen einer geförderten Maßnahme des Jobcenters mit Mitarbeitern des zweiten Arbeitsmarktes um die erweiterte Pflege der Stadtbegrünung auf den Brücken, um die Schalen in der Bielitzstraße, die großen Töpfe am Puschkinplatz und um den Schlossgarten auf dem Osterstein. An vier Tagen in der Woche werden die Kübel gewässert, frei von Unrat und Unkraut gehalten und mitunter Vandalismusschäden beseitigt, die leider auch zu beklagen sind.
Obwohl 14 Tage später als in vorangegangenen Jahren sei der Buga-Förderverein stolz auf das Geschaffte. Vielleicht, so schmunzelt Tobias Friedrich, sei es auch gut so, da konnten die kalten Nächte Mitte Mai den Pflanzen nichts anhaben. Mit 500 Euro unterstützt der Verein die Stadtbegrünung in Gera und organisiert notwendige Nachpflanzungen.

von Wolfgang Hesse (Neues Gera)

Kinder der Grundschule Otto Dix helfen bei der Brückenbegrünung in Untermhaus 2019 (Fotos: Wolfgang Hesse)