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Sieger Balkonwettbewerb Juli bis August 2020

Drei Sieger und ein Sonderpreis

Auch im August entdeckte der Buga-Förderverein tolle Balkone und Vorgärten in Gera.

In der Goethestraße 2 versteckt sich hinter den Gebäuden der Kindertagesstätte BIP Kerativhaus eine Naturwelt. Kinder und Erzieher haben hier eine kleine Wohlfühloase geschaffen. Unmittelbar hinter dem Hauptgebäude erstreckt sich ein Garten, der von allen Kindergartenkindern, aufgeteilt in Bereiche, gemeinsam gepflegt wird. Hier gedeihen neben verschiedenen Blumen, auch Gemüse für den täglichen Mittagstisch. "Mit viel Enthusiasmus sind die Kinder dabei. Das beginnt mit dem Pflanzen, der regelmäßigen Pflege, das Gießen und letztendlich der Spaß beim Ernten", berichtet Jeannette Klinger, die stellvertretende Leiterin. Doch nicht nur das: Da wird eine riesige Wurzel bepflanzt, ein Kartoffelturm errichtet und die Kinder aus der Krippengruppe haben drei Beete in ihrer Pflege. Das alles gehört zum BIP-Prinzip (Begabung, Intelligenz und Persönlichkeit), dem Überlegungen und Leitsätze von die Prof. Dr. Gerlinde Mehlhorn und Prof. Dr. Hans-Georg Mehlhorn für eine kreativitätspädagogische Praxis zugrunde liegen. Noch herrscht in der Kita der eingeschränkte Regelbetrieb. Fast alle der 300 Kinder kommen täglich in die Einrichtung.

Die naturverbundene Arbeit mit den Kindern würdigt der Buga-Förderverein mit einem Sonderpreis, der außerhalb des Balkon- Fassaden und Vorgartenwettbewerbes vergeben wurde. Neben der übergebenen Urkunde werden Kinder und Erzieher noch ein Geschenk vom Buga-Förderverein erhalten.

Ursula Inruh-Göpfert und ihr Ehemann Lothar wurden im August für den schönsten Balkon in Gera geehrt. "Unsere Balkone im Haus gestalten wir immer etwas besonders", berichtet Ursula Inruh-Göpfert, die gemeinsam mit der Familie seines Sohnes das Haus in der Kantstraße 9 bewohnt. Beide Balkone auf der Straßenseite fallen Passanten sofort auf, so abwechslungsreich und üppig sind sie bepflanzt. Seit der Buga 2007 gestalten die Eheleute ihren Balkon, jedoch in jedem Jahr anders, so berichtet die Ehefrau. Dafür gab es in den letzten zehn Jahren bereits zwei Auszeichnungen. Für ihren Balkon achten die Göpferts auf Qualität und kaufen direkt beim Gärtner. Gern denken beide an die jahrelange kompetente Beratung in der Gärtnerei Eismann zurück. "In diesem Jahr wollte mein Mann viel Farbe auf dem Balkon haben. Wir wählen vor allem Blumen und Gewächse aus, die sehr lange blühen, denn wir wollen doch lange etwas davon haben", so Ursula Inruh-Göpfert. Der Balkon liegt geschützt in einer lauschigen Hausecke und ist mit allerlei Hängepetunien, Männertreu und einer Pfefferminzgeranie bepflanzt. Ganz besonders lieben die Hausbewohner ihre grüne Oase im Hofgarten. Hier herrscht trotz tropischer Temperaturen eine angenehme und entspannende Kühle.

Auf 85 Jahre Aktivität und große Naturverbundenheit kann Klemens Schubert in der Flurstraße 15 zurückblicken. Von 1972 bis 2018 war er stolzer Gartenbesitzer und legt nun sein Augenmerk auf der Pflege des Balkons. Zur Hofseite schmücken Hänge-Geranien den Balkon. Eine schwarzäugige Susanne in gelb-, dunkelrot- und violett blühend rankt zwischen Chrysanthemen und Freesien. Die blühenden Pflanzen brauchen viel Wasser, berichtet Klemens Schubert. Täglich wird der Balkon zweimal am Tag gewässert. Seit 15 Jahren wohnen Klemens Schubert mit seiner Frau Maria in dieser Wohnung. Der Balkon gehörte von jeher zur kleinen Oase in den heimischen vier Wänden. Stolz erzählt der Ehemann von seiner Vogelzucht, wobei er jahrelang im eigenen Garten Sittiche, Papageien und Kanarienvögel durchfütterte. Noch heute ist er Mitglied im Verein der Geraer Vogelzüchter und -Liebhaber e.V. und wünscht sich, dass mehr junge Leute sich für dieses Hobby begeistern.

Ein sehenswerter Vorgarten ist in der Altenburger Straße 122 zu finden. Zusammen mit Regina Glöckner aus dem gleichen Haus pflegt Eberhard Nagel den Bereich vor dem Hauseingang. Beide teilen sich in die Fläche und jeder betreut sein kleines Reich. Während dieser heißen Tage muss jeden Morgen gegossen werden. Eberhard Nagel fängt mit einer Wassertonne Regenwasser auf und spart so das wertvolle Wasser aus der Leitung. In der letzten Zeit habe jedoch das Wasser aus der Regentonne nicht gereicht. So ganz zufrieden ist der Gartenliebhaber jedoch nicht. "Die Dahlie ist sehr niedrig, Edelweiß und Enzian sich bereits vertrocknet. Am ehesten kommen Steingewächse mit der Trockenheit zurecht. Der Steinwurz überraschte mich bereits mit mehreren Blüten in diesem Jahr", erinnert sich Eberhard Nagel. Doch Tabakblume, Zinnien, Cosmea, eine Rose, Chrysanthemen, Nelken und Phlox bedanken sich für die gute Pflege mit einem beeindruckenden Blütenstand.(Wolfgang Hesse für OTZ)

Die Sieger im Jahre 2020

In diesem Jahr fiel die Wahl unter anderen auf das Ehepaar Dr. Elvira und Winfred Vongehr. in der Tschaikowski-Straße 3B. Vor einem Jahr haben sie eine Wohnung im Erdgeschoß bezogen, weil es ihnen die Grünfläche neben und hinter dem Haus angetan hatte. Das gepflegte und mit viel Herzblut gestaltete Areal ist gut von der angrenzenden Straße zu sehen. Bereits im vorigen Zuhause, in der Küchengartenallee, gehörte die Pflege des Gartens zur Freizeit der heute pensionierten Zahnärztin. Neu angepflanzte Büsche, wie Sommerflieder, Hibiskus und Holunder lockern die gut gepflegte Wiese auf. Vor der Sitzecke überrascht ein Kräuterregal mit Minze, Bohnenkraut, Schnittlauch und Wildtomaten. Auch hier beweist Elvira Vongehr ihren grünen Daumen.
Die Wohnungsbaugenossenschaft Union hatte die Familie Laskowski in Debschwitz, in der Eiselstraße 54 zum Wettbewerb vorgeschlagen. Susan Seifert, verantwortlich für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der WBG Union, war fasziniert von der blühenden Kletterrose. Leider ist von dieser Blütenpracht nicht mehr viel übriggeblieben, Trockenheit, Hitze und kräftiger Regen ließen alles ganz schnell vergehen. Seit sieben Jahren gehören Balkon und Vorgarten zu den liebsten Beschäftigungen der Eheleute Waltraut und Herbert Laskowski. Verschiedene Rosen, eine Passionsblume, Klematis, Agapanthus und eine Sonnenblume, die auf Grund der flauschigen Blüte Teddybär genannt wird, kann Waltraut Laskowski vorweisen.
Prachtvoll begrüßt die Passanten der Vorgarten im Elsterweg 4 in Untermhaus. Im mit Blumampeln geschmückten Hauseingang wartet schon Robby Hänsch. Zusammen mit Ehefrau Sabine bewohnt er das Einfamilienhaus, das beide 2009 gebaut und bezogen haben.Inmitten von Lavendel, Rispenhortensie, Geranien, Sonnenhüten und Rosen hat seine Frau Sabine eine richtige Wohlfühloase geschaffen. Am Spalier rankt die neueste Errungenschaft, eine Kletterhortensie. Die Familie hofft, dass diese Neuanschaffung, die bis zu sieben Metern hoch werden kann, das Spalier bald komplett begrünen wird. Mit Stolz zeigt Robby sein persönliches gärtnerisches Reich. Vier Gurken- und sechs Tomatenpflanzen gedeihen ganz prächtig hinter dem Haus. "Jeder prämierte Garten ist ein Ansporn für andere Anwohner, auch ihre Gärten so schön zu gestalten", freut sich Ortsteilbürgermeister von Untermhaus, Reinhard Schmalwasser, der bei der Prämierung der Familie Hänsch dabei war. Er lobt das Engagement des Buga-Fördervereins bei der Stadtbegrünung und freut sich jedes Mal, wenn eine Auszeichnung nach Untermhaus geht.
Bärbel und Bernd Auerbach wohnen in Heinrichsgrün. In der Lorzingstraße 77 an der Kreuzung zur Vollersdorfer Straße liegen Wohnhaus und Garten der Familie. Schon beim Betreten des Grundstücks fällt ein im kräftigen Violett blühender Sommerfliederstrauch auf. Hier im Insektenparadies tummeln sich in der Mittagshitze allerlei Schmetterlinge. Direkt am Weg steht ein Herzblattbaum, der im Frühjahr im fantastischen Rot blüht. Verschiedenfarbige Zinnien und ganz unterschiedliche Rosen sind ebenfalls zu entdecken, Rosen, die auch selbst gezogen sind. "Die Blumen vor und hinter dem Haus sind mein Reich, Wege und Rasen überlasse ich gern meinem Mann", sagt Bärbel Auerbach, die in diesen Tagen gerade ihren 65. Geburtstag feierte.
Ganz im Süden der Stadt, in Liebschwitz, lebt die Familie Geschel. Projektverantwortlicher der Buga-Fördervereins, Klaus Schwabe entdeckte diese blühende Oase bei der Durchfahrt im Oberdorf des Stadtteils. Hier lag das landwirtschaftliche Zentrum von Liebschwitz. Familie Genschel bewohnt im Teichplatz 7 einen Dreiseitenhof. Zur Straße hin schließt sich ein großer Vorgarten mit einem Seerosenteich an. Hier werkeln Ursula Genschel und ihr Mann Günter gemeinsam, teilen sich die Arbeit im Garten. Durch den fehlenden Regen in diesem Jahr hätten die Zinnien sehr gelitten und Vieles sei halb verwelkt. Den Blick fesselt jedoch ein üppig blühender Agapanthus. 21 Blüten hat Ursula Genschel gezählt.

Alle Sieger im Wettbewerb wurden vom Verein Ende August zu einer Dankeschön Veranstaltung in den Klimapavillon vor dem KuK einladen.