Wir werden dieses Jahr 10!
Für uns Anlass, einige Mitglieder unseres Vereins zu befragen:
- Wie sind Sie zum Verein gekommen?
- Was waren für Sie persönlich die größten Herausforderungen/Erfolge/Erlebnisse im Laufe Ihrer Mitgliedschaft im Verein?
- Was motiviert Sie, dem Verein immer noch die Treue zu halten bzw. aktiv zu sein?
Bernd Krüger, Mitglied seit 01.11.2001
Nach der BUGA wünschte ich mir zunächst eine Fusion mit einem anderen Geraer Verein und zwar so, dass möglichst viele Vereinsmitglieder dabei bleiben. In langen Diskussionen rangen wir uns dazu durch, mit dem Gedanken und dem Namen der Nachhaltigkeit weiter zu machen.
Im Jahr 1996 befasste sich der Geraer Stadtrat erstmalig mit dem Thema BUGA. Die ersten Diskussionen waren noch stark von Zurückhaltung bis Ablehnung geprägt. Da war von nicht beherrschbaren Kosten bis zu " Prestigeobjekt, das der Stadt nichts bringt außer Verschuldung " die Rede. Ohne die Schwierigkeiten und Risiken zu unterschätzen, war ich jedoch von Anfang an der Meinung, dass wir diese Chance unbedingt nutzen sollten. In den nächsten Jahren ärgerte ich mich einfach über die hartnäckige Negativdiskussion gegen die BUGA auch in der Öffentlichkeit. Deshalb wollte ich mich über die Arbeit im Stadtrat hinaus für die BUGA einsetzen - und da war es klar für mich, im BUGA - Förderverein mitzuarbeiten.
Zur Frage 2 fällt mir sehr vieles ein. Ich möchte 2 Ereignisse herausgreifen: Herausforderung, Erfolg und Erlebnis zugleich war die Geschichte mit dem Küchengarten: Die Gestaltung des Küchengartens nach einer fundierten denkmalpflegerischen Zielstellung im Rahmen des BUGA - Gesamtprojekts war bereits frühzeitig klar. Leider wurde die Umsetzung erst sehr spät in der Öffentlichkeit thematisiert. Ich glaube, viele Menschen fühlten sich überrumpelt. Bei allem Verständnis für die Kritik und die tiefe Enttäuschung meine ich, hier fand eine Abwägung statt, die heute kaum noch jemand anzweifelt. Als zweites fällt mir unser Vereinsbesuch auf der BUGA München 2005 ein: ich hatte richtigen Bammel, von München so beeindruckt zu werden, dass Gera mir dann nur noch klein vorkommt. Das Gegenteil war der Fall: nachdem ich die BUGA in der Weltstadt München gesehen hatte, wusste ich: wir brauchen uns nicht zu verstecken!
- Nach der BUGA wünschte ich mir zunächst eine Fusion mit einem anderen Geraer Verein und zwar so, dass möglichst viele Vereinsmitglieder dabei bleiben. In langen Diskussionen rangen wir uns dazu durch, mit dem Gedanken und dem Namen der Nachhaltigkeit weiter zu machen. Heute bin ich sehr froh darüber, denn eine solche Fusion hätte den Verlust vieler Mitglieder bedeutet. Wir sind in der Geraer Vereinslandschaft ein origineller und originärer Partner, der ein eigenes Tätigkeitsprofil, spezifische Projekte und eigenständige Angebote vorhält. Um die Erfolge von gestern nicht zum Schnee aus dem vergangenen Winter werden zu lassen, halten wir das Thema BUGA lebendig - mit Erfolg, wie man sieht.


