Sie befinden sich hier: >> Aktuelles 

Wegbereiter auf Osterstein

 

Warum TV-Kommissar Schmidt-Schaller und Landgerichtspräsident Granderath zusammenfanden

OTZ 06.11.2009, von Uwe Müller

Peter Granderath, 1. Vorsitzender des Buga-Fördervereins, besiegelt mit dem Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller die Wegepatenschaft für den Schlossgarten auf dem Osterstein. Mit dabei: Dr. Frank Rühling, Fachdienstleiter Kultur der Stadtverwaltung, und Planerin Helga Lesniewski (v.r.) (Foto: OTZ/Uwe Müller)

Peter Granderath, 1. Vorsitzender des Buga-Fördervereins, besiegelt mit dem Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller die Wegepatenschaft für den Schlossgarten auf dem Osterstein. Mit dabei: Dr. Frank Rühling, Fachdienstleiter Kultur der Stadtverwaltung, und Planerin Helga Lesniewski (v.r.) (Foto: OTZ/Uwe Müller)

Gera. Tatort Schloss Osterstein. Nach denkmalschützerischer Spurensicherung im Schlossgarten will der Buga-Förderverein die historische Gartenanlage mit neuem Leben erfüllen.
Den Fall angepackt haben Fernsehkommissar Andreas Schmidt-Schaller und Landgerichtspräsident Peter Granderath - im Ehrenamt 1. Vorsitzender des Buga-Fördervereines. Der Schauspieler kauft symbolisch die ersten drei Meter Weg im Schlossgarten. Auf die Spur gebracht wurde er von seinem Sohn Thomas, der aus unserer Zeitung vom Vorhaben des Fördervereins erfuhr.
Der Schlossgarten soll wiederaufgebaut, das Gelände erlebbar werden, betont Granderath
Planerin Helga Lesniewski habe ein modernes Konzept erstellt, das sowohl den ehemals barocken und später vom Jugendstil geprägten Charakter berücksichtige. Ganz in Weiß werde der Schlossgarten erblühen - mit Rosen und Sommerflieder. Zwölf Bänke laden zum Verweilen ein. Zentral im Wegekreuz steht eine Magnolie. Und der Aussichtspunkt muss freigeschnitten werden, damit sich der Blick auf Untermhaus öffnet. Alles in allem 55 000 Euro sollen investiert werden.
Rückgrat der Neugestaltung ist der Wegebau, betont Bernd Krüger vom Buga-Förderverein. Dieser will sich damit eine solide Bauausführung sichern inklusive fünf Jahre Gewährleistungszeit. 22 000 Euro müssen dafür aufgebracht werden. Der Verein setzt auf die Spendenbereitschaft von Bürgern und Unternehmen. Ein Meter Weg wird für achtzig Euro symbolisch verkauft.
"Die Neugestaltung des Schlossgartens ist eine schöne Idee. Jedes Mal, wenn ich auf den Osterstein komme, sage ich: "Mein Gott, hier müsste mal etwas getan werden", erklärt Andreas Schmidt-Schaller. "Jetzt muss der Anfang getan werden", so Schmidt-Schaller und kauft drei Meter - je einen für seine drei Kinder. Und deutet an, dass er sich weiteres Engagement vorstellen mag. Dass guten Gewissens investiert werden kann und keine Rückgabe an das Fürstenhaus Reuß zu erwarten ist, versichert Granderath mit Blick auf zwei Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes.
Prokuristin Sylvia Biereigel versicherte, der GWB "Elstertal" als Eignerin liegt der Osterstein am Herzen. Die Geraer Künstler Sven Schmidt und Winfried Wunderlich seien seinerzeit mit dem Ost-West- Pavillon vorgeprescht, um das Areal wiederzubeleben, so Dr. Frank Rühling, Fachdienstleiter Kultur der Stadt.

"Als Kind spielte ich in den Ruinen auf dem Osterstein. Das war sicher gefährlich." Andreas Schmidt-Schaller

Spendenkonto: 108 162 bei der Sparkasse Gera-Greiz, BLZ  830 500 00, Verwendungszweck "Schloss Osterstein"

Fotogalerie: Andreas Schmidt-Schaller im Gespräch mit dem Buga-Förderverein über den Schlossgarten Osterstein

Unser Projekt: Wiederbelebung des Schlossgartens